INSTITUT FÜR ANATOMIE

Allgemeine Anatomie / mukosale Immunität

Unsere Arbeitsgruppe

 

 

Unser Arbeitsgebiet


Mit unseren Laborarbeiten haben wir in Magdeburg im Sommer 2003 begonnen. Wir untersuchen aktuelle Fragen zur Immunfunktion der Darmschleimhaut. Das Darmimmunsystem mit seinen zellulären und humoralen Bestandteilen sorgt für die Abwehr von potentiell pathogenen Mikroorganismen und vermittelt Toleranz gegenüber Antigenen aus der Nahrung. In der Arbeitsgruppe wird die Induktion von Immunantworten untersucht, dazu werden die Lymphozytenwanderung (Migration) und die Neubildung von Lymphozyten (Proliferation) unter normalen Bedingungen und nach Antigenapplikation im Tiermodell verglichen. Neben den lymphatischen Zellen werden auch die dendritischen Zellen der Darmwand morphologisch und funktionell charakterisiert. Zur Funktionsanalyse der Immunzellen werden die Antikörperproduktion (ELISA-Spot-Tests) und die Zytokinproduktion (u.a. in-situ-Hybridisierung für mRNA) bestimmt. Neben der morphologischen Routine werden im Bereich Mukosale Immunität Durchflusszytometrie, Mehrfachfarben-Fluoreszenzmikroskopie, digitale Morphometrie, Zellkultur sowie molekularbiologische und biochemische Analysemethoden angewandt.

 

Unsere Projekte

 


Entwicklung des Darmimmunsystems in der postnatalen Periode


In der postnatalen Periode muss sich das Darmimmunsystem an eine große Menge von mikrobiellen Antigenen und Antigenen aus der Nahrung adaptieren, diese Entwicklung wird beim Schwein als Tiermodell untersucht. Das Projekt wird gemeinsam mit 9 anderen europäischen Instituten im Rahmen des 5. und 6. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union gefördert (www.rennes.inra.fr/healthypigut, www.cordis.lu, www.feedforpighealth.org).

Weitere Projektdaten: Forschungsportal: HealthyPiGut [5. Rahmenprogramm], Forschungsportal: Feed for Pig Health [6. Rahmenprogramm]

Einfluss von Nahrungsbestandteilen auf den Organismus


Mit der Nahrung aufgenommene Toxine haben einen bisher noch nicht bekannten Einfluss auf den Gesamtorganismus und die Verdauungsorgane. Zu diesen Thema wird in Kooperation mit der Forschungsanstalt für Landwirtschaft, Braunschweig in einem Projekt „Der Einfluss des Mykotoxins Deoxynivalenol auf den Proteinturnover und das Immunsystem des Schweines“ analysiert.

Weitere Projektdaten: Forschungsportal: Deoxynivalenol

Entwicklung von T-Zellen im Darmimmunsystem


Für Untersuchungen zur Entwicklung und Kompartimentierung des mukosalen Immunsystems unter dem Einfluss von Bakterien und Viren besteht eine Kooperation mit PD Dr. W. Holtmeier, Innere Medizin der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt. In diesem Projekt wird die Entwicklung des T-Zellrepertoires besonders von g/d T-Zellen mittels CDR3 Spectratyping beim Schwein als Tiermodell analysiert.

Weitere Projektdaten: Forschungsportal: Gamma/Delta T-Zellen

Morphologie und Funktion der dendritischen Zellen in der Darmschleimhaut


Im Rahmen des Graduiertenkollegs 745 „Mukosale Erreger-Wirt-Interaktionen“ an der Tierärztlichen Hochschule Hannover werden in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Virologie der Tierärztlichen Hochschule und der Immunologie und Zellbiologie in der GBF Braunschweig dendritische Zellen in der Darmschleimhaut untersucht. Diese Fragestellung leitet sich aus initialen Studien zur DNA-Vakzinierung ab.

Weitere Projektdaten: Forschungsportal: Graduiertenkolleg, Graduiertenkolleg 745

Charakterisierung der neuronalen Schaltkreise, die angeborenem Furchtverhalten zugrunde liegen

Geruch von Fressfeinden löst bei Labornagern angeborenes Furchtverhalten aus. Dieses Phänomen nutzen wir, um die zugrunde liegenden neuronalen Schaltkreise inklusive der Kerngebiete und Überträgerstoffe zu identifizieren und charakterisieren. Hierbei kommen verhaltensbiologische und neuroanatomische Methoden zum Einsatz. Die Übertragung der daraus gewonnenen Erkenntnisse auf den Menschen wird zu einem besseren Verständnis der Entstehung von Phobien und Angsterkrankungen beitragen. Im Rahmen dieses Themenschwerpunkts untersuchen wir zudem, inwiefern sich unterschiedliche Haltungsbedingungen bzw. die Domestizierung an sich auf das angeborene Furchtverhalten von Labornagern auswirken. Letzteres bearbeiten wir in Zusammenarbeit mit Rafal Stryjek vom Institute of Psychology der Polish Academy of Sciences in Warschau.

(Ansprechpartner: Dr. rer. nat. Silke Storsberg)

 

Letzte Änderung: 13.05.2019 - Ansprechpartner:

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